2025, Neues Jahr und die alten Probleme
Das neue Jahr hat begonnen, doch die alten Probleme bestehen weiterhin. Trotz mehrfacher Versprechungen der Gemeinde ist im letzten Jahr nichts unternommen worden, um die Situation vor Ort zu verbessern. Seit dem 11. Januar 2025 müssen die Anwohner erneut auf eigene Kosten handeln.
Eigeninitiative der Anwohner
Die Anlieger haben über 200 Meter Schläuche verlegt und ihre Pumpen angeschlossen, um das Wasser bis in den Teltowkanal abzuleiten. Diese Maßnahmen sind notwendig geworden, da die Befürchtungen vor Überschwemmungen wieder sehr groß sind, die ersten Grundstücke stehen schon unter Wasser.
Die Verzweiflung unter den Einwohnern wächst, da sie sich erneut allein gelassen fühlen.
Fehlende Unterstützung seitens der Gemeinde
Obwohl die Gemeinde wiederholt Unterstützung zugesagt hat, bleibt die Umsetzung aus. Die Anwohner sind gezwungen, selbst Lösungen zu finden und die damit verbundenen Kosten zu tragen. Diese Situation führt zu Frustration und einem Gefühl der Hilflosigkeit.
Aussicht
Die drängende Frage bleibt, wann die Gemeinde endlich aktiv wird und nachhaltige Maßnahmen zur Entlastung der Anwohner ergreift. Bis dahin werden die Menschen weiterhin improvisieren müssen, um sich vor den drohenden Überschwemmungen zu schützen. Es ist dringend notwendig, dass die Verantwortlichen handeln und die zugesagten Maßnahmen umsetzen, um den Anwohnern ihre Sorgen zu nehmen.
Grundsätzliche Fragen sind, warum steht hier immer wieder das Wasser? Warum Wasserproblematik?
Ursachen und Zuständigkeiten….
In vielen Gegenden wird in den letzten Jahren über eine zunehmende Trockenheit geklagt,
in unserer Siedlung ist leider das Gegenteil der Fall.
Ganze Flächen stehen immer wieder unter Wasser, komplette Grundstücke bis hin zu Kellern von bewohnten Häusern sowie Wohnflächen selbst.
Warum ist das aber so?
Erst einmal etwas zur Historie und zum Grundverständnis der Situation:
Vor dem Bau des Teltowkanals, der 1906 fertiggestellt wurde, war das Gebiet unserer Siedlung am Rande der „Bäke“, das mit seinem Wasser auch unser Gelände, damals den „Heinersdorfer Wiesen“ zugehörig, überdeckte. Östlich anschließend gelegen war der Schöner See, dieser wurde beim Kanalbau verfüllt und in unserem Bereich gab es Aufschüttungen. Um hier überhaupt Grundstücke anlegen zu können, wurde ein Grabensystem zur Entwässerung des Geländes hergestellt. Seit der Entstehung unserer Siedlung im Jahre 1924 war und ist bis heute die wichtigste Maßnahme, um die Grundstücke trockenes Fußes nutzen zu können, diese Gräben zu pflegen und zu erhalten.
Die Zuständigkeit zum Erhalt der Gräben war von Anfang an bis heute eindeutig geregelt, innerhalb der Grundstücke sind es verpflichtend die Privateigentümer, außerhalb der Grundstücke, die Verrohrungen unter den Straßen, und letztendlich der wichtigste Abschnitt, der Hauptgraben und die Verrohrung bis hin zum Teltowkanal, ist die Gemeinde Kleinmachnow zuständig.
Warum der wichtigste Abschnitt?
Das Wasser der gesamten Siedlung muss ja irgendwo bleiben, es muss zwingend in den Teltowkanal abgeleitet werden, um einen Entwässerungseffekt zu erzielen. Dafür gibt es eine Rohrverbindung zwischen Hauptgraben und dem Teltowkanal.
Jahrzehnte, seid 1924 funktionierte dies sehr gut.
Wenn man sich jedoch den jetzigen Zustand der Anlagen ansieht, ist das ein sehr ernüchternder Anblick. Die halbe Siedlung steht jeden Winter unter Wasser, die Straßen sind aufgeweicht, ganze Seenlandschaften entstehen immer Wieder.
Auf den privaten und auch auf Grundstücken der Gemeinde ist nicht alles so wie es sein müsste.
Aber das Hauptproblem ist die Wasserabfuhr in den Teltowkanal. Zuständig dafür ist hier die Gemeinde Kleinmachnow, mit der wir diesbezüglich seit Jahren in Kontakt stehen, hier besteht dringender Handlungsbedarf. Eine Bereitschaft uns zu helfen, ist leider nicht zu erkennen. Weder ein Bürgermeister, der auf Schreiben von Betroffenen Anliegern noch nicht einmal antwortet, noch seine zuständige Fachabteilung in der Verwaltung, die auch keine zielbringenden Maßnahmen veranlasst.
Wir können nicht jahrelang auf Entscheidungen und Abstimmungen der Verwaltung warten, wenn unsere Grundstücke jedes Jahr erneut unter Wasser stehen. Für uns ist das jedes Mal eine extreme Notlage, es betrifft hier auch dauerbewohnte Grundstücke und Häuser mit Kellern bis sogar Wohnbereiche, in denen das Wasser steht und nicht nur die Grundstücke selbst.
Hier die Darstellung vom Hauptproblem, dass gegenteilige Gefälle (14cm) der Rohrleitung, mit der letztendlich das gesamte Wasser der Siedlung in den Teltowkanal abgeleitet werden soll und muss. Gesehen zum durchschnittlichen Wassersand vom Kanal, in Betracht Ziehung vom Wellenschlag bei vorbeifahrenden Schiffen, lässt es hier kein abfließen mehr zu, im Gegenteil, Wasser vom Kanal wird in unser Grabensystem gedrückt.
Seit Jahren schon pumpen wir selber Wasser ab, aktuell haben wir beeindruckende 220 Meter Schläuche verlegt und pumpen jetzt direkt in den Kanal, zahlreiche Pumpen laufen rund um die Uhr.
Veröffentlichung, 23.02.2024, auf whatz-ab.de
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Bilder der Situation, aus 2024
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Auch der freiwilligen Feuerwehr Kleinmachnow sind die Hände gebunden,
wie so oft geht es um Geld und damit wieder um Entscheidungen der Gemeinde.
Die Kameraden waren aber so nett und haben uns
Schläuche zur Verfügung gestellt, sehr herzlichen Dank dafür.
Die Gemeinde hat im Frühjahr 2024 ein Ingenieurbüro beauftragt, um neue